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Frank F. Lock
Frank F. Lock
03/06/2019
Die Freunde des Störck-Gymnasiums stellen sich zum Erinnerungsfoto bei der Firma Lock.

Um Einblicke in die Welt oberschwäbischer Mittelständler zu bekommen, besuchen Interessierte des Fördervereins Freunde des Störck-Gymnasiums jedes Jahr Unternehmen in der Region.

Vor Kurzem war auf Einladung des Vorsitzenden Michael Roensch die Firma Lock in Ertingen, die in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen feiert, das Ziel. "Es freut uns, dass so viele hier zu uns nach Ertingen gekommen sind", begrüßte Frank Lock, der das Unternehmen führt, die Gruppe von 30 Besuchern. "Besonders toll finde ich es, dass auch ein paar Schüler dabei sind". Schließlich sei es eine besondere Herausforderung für die Zukunft, gute Mitarbeiter zu finden. In der sich immer weiter digitalisierenden Fabrik seien besonders Spezialisten für das Programmieren von Maschinen gefragt, "aber auch Mitarbeiter für Einkauf und Vertrieb sind für den Erfolg des Unternehmens wichtig". Dabei finden auch immer mehr Frauen den Weg in die Welt des Metall- und Maschinenbaus. 

In einer kurzen Firmenvorstellung zeichnete Lock die Geschichte der Firma anhand der Entwicklung des Logos nach. Dabei ging er neben der Vorstellung der vier Geschäftsbereiche Stallbau, Gewächshausbau, Glasfassadenbau und Hebevorrichtungen besonders darauf ein, welche Chancen und Herausforderungen globale Märkte und die vollkommen vernetzte Fabrik, also der Trend zur Industrie 4.0 für seinen mittelständischen Betrieb bereithalten.  
"Bei Milchprodukten oder Gemüse sprechen wir längst von einem globalen Wettbewerb. Trotzdem funktioniert natürlich der asiatische Markt anders als der amerikanische und dieser wiederum unterscheidet sich in wesentlichen Mechanismen von europäischen Märkten", erklärte Lock.  
Man sei deshalb in den letzten Jahren mit zwei Dependancen in den USA und China näher an diese Märkte herangerückt. Mit seinem patentierten Baukastenprinzip ist es möglich, individuelle Motorenlösungen, beispielsweise im Bereich Stall- oder Gartencenterbau in kürzester Zeit zu liefern.  

Mit einer Fertigungstiefe von gut 40 Prozent ist das Unternehmen in der Lage, eine konstant hohe Qualität zu gewährleisten. Im Anschluss an den Vortrag wurden die Besucher in kleinen Gruppen durch die Produktion geführt. 
Bereitwillig erklärten Mitarbeiter des Unternehmens die groben Strukturen und die kleinen Feinheiten, die eine Produktion effizient und zuverlässig gestalten.